Wie sieht die Nachtkerze aus und warum trägt sie diesen Namen?

Mit ihren leuchtend gelben Blüten ist sie ein attraktiver Blickfang – allerdings in erster Linie für Nachtschwärmer. Denn die Nachtkerze zeigt ihre Pracht erst abends, wenn sich innerhalb weniger Minuten ihre Blüten öffnen, und versteckt ihre Schönheit bei Tagesanbruch wieder.

Lange Zeit unentdeckt blieben auch die wirksamen Inhaltsstoffe dieser ursprünglich aus Nordamerika stammenden Pflanze, die sich hauptsächlich in den Samen der Nachtkerze befinden. Sie enthalten reichlich Öl, das sich unter anderem aus aus gamma-Linolensäure und Linolsäure zusammensetzt; beide gehören zu den Omega-6-Fettsäuren. Zwar wurde die Nachtkerze sowohl bei den Indianern als auch in der europäischen Volksmedizin als Heilpflanze eingesetzt. Das Geheimnis ihrer hervorragenden Wirkung insbesondere auf die Haut wurde allerdings erst vor rund 25 Jahren gelüftet. Anfang der 1980er-Jahre hatten Wissenschaftler den Stoffwechsel des Menschen so weit analysiert, dass die Bedeutung des Nachtkerzenöls in eines neues Licht rücken konnte. Seither wusste man, dass die Bildung der Arachidonsäure, ein wesentlicher Bestandteil jeder Zellmembran, und der Prostaglandine als wichtige Gewebshormone nur unter Beteiligung der Gamma-Linolensäure funktioniert.

 

Wogegen hilft Nachtkerzenöl?

Von diesem Zeitpunkt an ging es sehr schnell: Nachtkerzenöl wurde in Studien erforscht und wird seither mit großem Erfolg insbesondere bei Neurodermitis und anderen entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt. Die Omega-6-Fettsäuren des Öls gleichen den für die Krankheit typischen Enzymdefekt aus und tragen zur Linderung von Juckreiz und Schuppenbildung bei. Nachtkerzenöl kann hier Linderung verschaffen. Obwohl Betroffene immer wieder über die positiven Effekte durch Nachtkerzenöl berichten, weisen die bisherigen wissenschaftlichen Studien jedoch keine eindeutigen Ergebnisse auf.

Wie ist die Nachtkerzenöl Wirkung?

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Da Linolsäure als essenzielle Fettsäure nicht vom Organismus selbst gebildet werden kann, ist eine regelmäßige und ausreichende Zufuhr unverzichtbar. Mängel führen unter anderem zu erhöhter Infektanfälligkeit und Allergieneigung, zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Störungen. Und noch bei einem weiteren Beschwerdebild hilft Nachtkerzenöl: Das prämenstruelle Syndrom (PMS), das mit körperlichen und psychischen Befindlichkeitsstörungen kurz vor der Regel einhergeht, spricht sehr gut auf eine Behandlung mit Gamma-Linolensäure an. Verantwortlich dafür ist der Einfluss dieser mehrfach ungesättigten Fettsäure auf den Fettstoffwechsel und den Hormonhaushalt. Deshalb berichten auch viele Frauen in den Wechseljahren von den positiven Effekten des Nachtkerzenöls auf ihr Wohlbefinden.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass Nachtkerzenölkapseln einen ausreichend hohen Anteil an Gamma-Linolensäure (ca. 9%) enthalten, reich an natürlichem Vitamin E sind und ohne künstliche Zusätze hergestellt wurden.